Freilufttheater an der Berliner Mauer
Anlässlich des Jahrestages des Baus der Berliner Mauer vor 50 Jahren zeigt aufBruch eine Freilufttheaterproduktion auf der Grundlage von Schillers "Maria Stuart" auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer.
Schillers Drama beschreibt den Streit zweier Königinnen um den englischen Thron im 16. Jahrhundert und wirft die Frage auf nach der persönlichen Schuld in einem Kampf um Herrschaft und Glaube. Der ehemalige Mauerstreifen symbolisiert den weltanschaulichen Konflikt des Kalten Krieges in Europa und ist historisches Mahnmal zugleich. Er erinnert an die Teilung Deutschlands und die unterschiedlichen Wertvorstellungen der Menschen und fragt nach unserem Umgang mit Verantwortung und Schuld.
Das Spiel ereignet sich an einem authentischen Ort, dem Lapidarium, einem Stück original verbliebenen DDR-Grenzgeländes nahe dem Nordbahnhof in Berlin Mitte. Auf den Betonplatten einer Wendeschleife an der Hinterlandmauer kehrten zu Mauerzeiten die Streifenwagen während ihrer Patrouillen um. Heute lagern hier Mauerreste und warten auf ihre Aufarbeitung. Die rastlose Umbauung des Relikts durch moderne Bürohäuser, Stadtvillen und sanierte Altbauten wird zur urbanen Kulisse und bietet dem dramatischen Konflikt eine ideale Reflektionsfläche.
Die Schiller-Texte werden szenisch und chorisch erarbeitet und von Texten Einar Schleefs kontrastiert, dessen Todestag sich am 21. Juli zum zehnten Male jährte.
Es spielt ein gemischtes Ensemble aus Ex-Inhaftierten, Schauspielern und Berliner Bürgern:
Andreas Knud Hoppe, Anne Abendroth, Beate Maria Schulz, Bridge Markland, Christian Schaefer, Christoph Bettinger, Christoph Fortmann, Frank Zimmermann, Ildiko Preszly, Irene Oberrauch, Kristine Walther, Laura Parker, Lilian Viegas, Markus von Lingen, Mathis Köllmann, Nadine Pape, Para N. Kiala, Rose Louis-Rudek, Sabine Böhm, Sandra Elsner, Sara-Hiruth Zewde, Sidney Steven Hübner, Sonja Waldhaus, Stella Denis, Susanne Stern, Sven Bühler, Swetlana Kimmel, Urs Hartmann, Ute Reintjes, Volker Krüger, Wolf Nachbauer, Wolfgang Rühling
Regie Peter Atanassow Dramaturgie Jörg Mihan Kostüm Anne Schaper-Jesussek Choreografie Valerie Kroener Musikalische Einstudierung Rustam Samedov Produktionsleitung Sibylle Arndt Regieassistenz Carolin Forkel Kostümassistenz Luise Winkler Bühne Thomas Schuster Technische Leitung Holger Syrbe Licht Christoph Kliefert Technik Julia Kleinknecht, Falk Windmüller Grafik Alexander Atanassow
Spielfassung: aufBruch unter Mitarbeit von Falk Strehlow
Premiere: 31. August 2011 um 19 Uhr
Vorstellungen: 1., 2., 3., 4. sowie 7., 8., 9., 10. und 11. September 2011 um 19 Uhr
Eine Produktion von aufBruch KUNST GEFÄNGNIS STADT in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Mauer.












