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Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft begibt sich das Berliner Gefängnistheaterprojekt aufBruch mit den NIBELUNGEN – der ersten Open-Air-Inszenierung in der JVA Tegel – in ein künstlerisches Abenteuer.

Vor der Backsteinfassade des ältesten Teiles der Anstalt auf einem brachliegenden Freistundensportplatz treten über vierzig Gefangene vor das Publikum. Sie werden inmitten der Justizvollzugsanstalt Tegel, Europas größter Haftanstalt, eine szenische Collage zum zentralen Mythos der deutschen Geschichte aufführen.

Rom ist vom Untergang bedroht, Burgund am Rhein letztes Bollwerk der „Zivilisation“ gegen die anrückenden Barbaren. Siegfried, der Fremde aus Niederland, verhilft den Burgunden zu Reichtum und militärischer Stärke. Die persönliche Rivalität zwischen den Königinnen Brünhild und Kriemhild liefert den Anlass für Siegfrieds Ermordung. Der Grund aber ist, dass er politisch nicht mehr gebraucht wird. Kriemhild, Siegfrieds Witwe, sinnt auf Rache und verbündet sich mit dem Hunnenkönig Etzel. Ohne Aussicht auf ein Entkommen verschanzen sich die Burgunden in ihrer Festung vor der hunnischen Übermacht. Sie klammern sich an den Nibelungenschatz und bleiben Siegfrieds Mörder Hagen treu bis in den Tod.

 

Spielort: JVA Tegel (Berlin)

Regie: Peter Atanassow
Bühne: Holger Syrbe
Kostüme: Anja Mikolajetz
Dramaturgie: Daniel Dumont / Jörg Mihan
Choreographie: Valérie Kroener
Produktionsleitung: Sibylle Arndt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Björn Pätz
Regieassistenz: Asja Neumann
Kostümassistenz: Sophie Jentzsch
Technik: Ralf Kallweit / Urs Zimmermann

Es spielte das Gefangenenensemble der Justizvollzugsanstalt Tegel.
Ali, Devade, Dirk Stephan, Doktor, Drkid, Erdener, Frank, Hüseyin Okur, Ivan Jakovlev-Pillau, Kurt Lummert, M. Ceylan, Marcell Meinert, Mathias Groch, Micha, Peter&Paul, R.W., Roman H., Sait Kocak, Sebastian, Spotty, Timur D., Tom, Tuncay, Volker Ullmann, Wilfried Scheffler, Wolfgang R., Yussef