Alle Fotos auf dieser Seite: Thomas Aurin
WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE - HANNIBAL – Zweiter Teil
Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – kulturelle Angelegenheiten und des Hauptstadtkulturfonds.
Unterstützt durch Deutsch-Russisches Museum, JVA Tegel, Kunst und Knast e.V., Bühnenverleih Frank von Wysocki GmbH, Sturm Handels GmbH, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Zitty Berlin.
WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE - HANNIBAL
"Es war ein alter Plan. Der Weg der Panzer von Berlin nach Moskau
und zurück, und weiter von Moskau nach Budapest und Prag."
Heiner Müller zu seinem Stück WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE
In Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst erarbeitet das Gefängnistheater aufBruch KUNST GEFÄNGNIS STADT derzeit außerhalb der Mauern Tegels eine Freilufttheaterinszenierung mit einem knapp 50-köpfigen gemischten Ensemble aus Freigängern, Ex-Inhaftierten, freien Bürgern, Schauspielern, Musikern und Sängern.
„Wolokolamsker Chaussee“ heißt die Verbindungsstraße, an der der deutsche Vormarsch auf Moskau im Zweiten Weltkrieg zum Stehen kam. Ihr Name diente Heiner Müller als Titel und Material für sein fünfteiliges Drama über das Absterben revolutionärer Energien – beginnend in den Wäldern vor Moskau über die Unruhen 1953 in der DDR und endend mit dem Prager Frühling 1968.
In der Inszenierung am Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst - erbaut als Pionierschule der Wehrmacht, zu DDR-Zeiten Sitz der sowjetischen Militäradministration, landläufig bekannt als „Berliner Kreml“, flankiert vom KGB und weiträumig abgesperrt, heute Stätte der Erinnerung - erlangt der dramatische Text Heiner Müllers historische Authentizität. Hier wurde mit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands der Zweite Weltkrieg beendet, hierhin flüchtete sich 1953 die SED-Parteiführung und von hier wurden die sowjetischen Panzer gegen die Arbeiter entsandt.
Die aktuelle Theaterarbeit ist der Zweite Teil eines Doppeltheaterprojektes anlässlich des 80. Geburtstages Heiner Müllers, dessen Erster Teil bereits im Juni sehr erfolgreich mit dem Gefangenenensemble auf dem Freistundenhof der Justizvollzugsanstalt Tegel aufgeführt wurde.
Auf dem Freigelände des geschichtsträchtigen Gebäudes an der Rheinsteinstraße in Karlshorst erschließt aufBruch mit WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE - HANNIBAL seinem Publikum einen historischen Ort, der 20 Jahre nach dem Mauerfall in der öffentlichen Wahrnehmung kaum mehr präsent ist. In der Kombination mit der Inszenierung im Gefängnis vollendet aufBruch hier die Verbindung des Mythos vom Untergang Karthagos mit dem Scheitern der sozialistischen Utopie im 20. Jahrhundert.
Ensemble: Sabine Böhm, Michael Hase, Thorsten Heidel, Maxi Heinicke, Annette Höpfner, Carol Jedicke, Aurora Kellermann, Para N. Kiala, Susanne Kreckel, Christine Krüger, Volker Krüger, Hartmut Lehnert, Ulrich Meinecke, Robert Mika, Vera Moebius, Irene Oberrauch, Leonie Parusel, Ute Reintjes, Jaciel Acea Ruiz, Nadja Saleh, Christian Schaefer, Sebastian, Ludmila Skripkina, Christoph Ullmann, Simon Warning, Kristine Walther
Regie: Peter Atanassow
Bühne: Holger Syrbe
Kostüm: Thomas Schuster
Musikalische Leitung: Rustam Samedov
Dramaturgie: Daniel Dumont, Jörg Mihan
Choreografie: Valerie Kroener
Produktionsleitung: Sibylle Arndt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Björn Pätz
Regieassistenz: Carolin Forkel
Kostümassistenz: Anne Schaper-Jesussek
Technik: Peter&Paul
Licht/Technik: Falk Windmüller, Robert Zimmermann
Grafik: Alexander Atanassow
Premiere: 3. September 2009 um 19.30 Uhr
Vorstellungen: 4., 5., 6., 9., 10., 11., 12. und 13. September 2009
um 19.30 Uhr
Freilufttheater am Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst
Zwieseler Straße 4 / Ecke Rheinsteinstraße
10318 Berlin-Karlshorst
Anfahrt bis S-Bahnhof Karlshorst, oder bis U-Bahnhof Tierpark (U5), danach jeweils Bus 396.
Vor allen Aufführungen besteht die Möglichkeit zum kostenfreien Museumsbesuch bis 19:30 Uhr.
Deutsch-Russisches Museum Berlin









