Nach Motiven aus Federico Fellinis gleichnamigem Film
"Das Schiff der Träume" ist die zweite aufBruch-Theaterproduktion in der Jugendstrafanstalt Berlin.
Zwölf jugendliche Strafgefangene treten auf die Bühne. Ein Kreis, ein Rhythmus. Sie legen die Gefängnisjacken ab, schlüpfen in ihre Kostüme und betreten das Schiff der Träume.
Ein Handelsschiff auf dem Schwarzen Meer, kurz vor der Bosporus-Meerenge, mit Kurs nach Italien. Das Schiff ist alt und rostig jedoch routiniert. Für die Matrosen verlaufen die ersten Tage scheinbar wie gewohnt, tags schrubben sie das Deck und spielen Karten, nachts träumen sie von der Zukunft. Doch
die Crew wird zunehmend mürrisch, es kommt zu ersten Rangeleien. Der Unmut wächst als blinde Passagiere bemerkt werden und im Schiffsrumpf ein Leck entdeckt wird. Ist das Schiff nun dem Untergang geweiht? Hatte der Reeder den Kurs in die Untiefe längst beschlossen? Ein offener Machtkampf bricht aus, Meuterei. Kann mit vereinten Kräften der drohende Schiffbruch verhindert werden? Eine Begegnung verschiedener Kulturen, die für alle die Chance birgt, das Schiff einen neuen, bis dahin unbekannten Kurs nehmen zu lassen: hin zu einer gemeinsamen Vision. Womöglich.
Es spielte das Gefangenenensemble der JSA Berlin: Blizz, Busse, Cengiz, D.D., Eblim, Faktor, Ibu 44, Laune 65, Lord 1, Moratze, Spoon
Regie: Werner Gerber
Musik: Hans Hafner
Bühne: Holger Syrbe
Kostüme: Cornelia Fromme
Choreografie: Angelika Wenzel
Dramaturgie: Anke Mo Schäfer
Produktion: Sibylle Arndt und Björn Pätz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Björn Pätz
Technik: Ralf Kallweit
Eine Produktion von aufBruch KUNST GEFÄNGNIS STADT in der JSA Berlin
Premiere:
15. Mai 2006 18:00 Uhr
Kultursaal der Jugendstrafanstalt Berlin
JSA Berlin
Friedrich-Olbricht-Damm 40
13627 Berlin


