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Mit seinem zweiten Projekt im Jubiläumsjahr 2007 wendet sich aufBruch einem weiteren Mythos der Weltgeschichte zu, dem fluchbeladenen Geschlecht der Atriden. Nach dem Freiluftgefangenentheater-Ereignis im Sommer wählt das Ensemble hierfür erneut den Kultursaal als Spielort in der JVA Tegel.

Der ATRIDEN-Stoff birgt eine tragische Familiengeschichte: Die griechische Königs- und Kriegersippe ist geschmiedet an eine Kette von Verbrechen, Rache und Vergeltung. Nach der Niederlage Trojas kehrt Agamemnon, oberster Heerführer der Griechen, nach Argos zurück und wird von seiner Frau Klytaimnestra und seinem Cousin Ägisth ermordet. 15 Jahre später tötet Orest, Sohn Klytaimnestras und Agamemnons, seine Mutter für diesen heimtückischen Mord und bringt damit zu Ende, was ihm vorbestimmt ist. Er nimmt Rache und beseitigt die Herrschaft seiner Mutter und ihres Geliebten. Deren Macht beruhte darauf, dem Volk die Mitverantwortung an der Bluttat zu geben und damit eine Schuldgemeinschaft zu schaffen. Das Volk hat sich in dieser Mitschuld bequem eingerichtet und vom eigenständigen Handeln entbunden. Dieses Prinzip durchbricht Orest, indem er allein die Verantwortung für seine Tat auf sich nimmt und damit das Volk frei spricht.

In aufBruch-spezifischer Collagetechnik werden Texte verschiedener Autoren wie Aischylos, Sophokles, Sartre, Anouilh, Hauptmann, Müller, Schütz und der Mitspieler ausgewählt und chorisch oder dialogisch inszeniert. Durch die Authentizität und Internationalität des Gefangenenensembles gewinnt der klassische Stoff in dieser Lesart besondere Relevanz.

Regie: Peter Atanassow
Bühne: Holger Syrbe
Kostümidee: Gregor Sturm
Kostümumsetzung: Ildiko Okolicsanyi
Dramaturgie: Jörg Mihan
Körperarbeit : Annett Scholwin
Produktionsleitung: Sibylle Arndt
Presse- & Öffentlichkeitsarbeit: Björn Pätz
Regieassistenz: Asja Neumann
Technik: Ralf Kallweit
Grafik: Alexander Atanassow
Technik: Peter&Paul
Musikalische Einstudierung: Alexander Grebenschek


Agamemnon: Ivan Jakovlev-Pillau
Klytaimnestra: Sebastian
Ägisth: Tuncay
Elektra: Para Kiala
Orest: Fresh 35
Erzieher: Kurt Lummert
Iphigenie: Roman H.
Kassandra: Milan Son
Offizier 1: Milan Son
Offizier 2: Volker Ullmann
Priester: Wolfgang R.
Kriegsheimkehrer: Hakan Bayazit
Mann in der Metro: Albert Bach

Chorführer: Alexander Grebenschek
Chor: Albert Bach, Fresh 35, Hakan Bayazit, Hüseyin Okur, Ivan
Jakovlev-Pillau, Kurt Lummert, Matthias Donwen, Milan
Son, Para Kiala, Roman H., Sait Kocak, Tuncay, Volker Ullmann,
Yussef Yussef



 

Premiere & Festveranstaltung:
Freitag, 16. November 2007 um 17.00 Uhr
(eingeschränkter Kartenverkauf)
Letzter Einlass 16.30 Uhr!

Weitere Vorstellungen:
Freitag, 23. November 2007
Mittwoch, 28. November 2007
Freitag, 30. November 2007
jeweils um 18.00 Uhr - letzter Einlass 17.30 Uhr!