Presse Fotos Teil 1 "Ihr seid im toten Winkel!" Teil 2 "Warum schiebt der Etagenkellner...so langsam?" EINSATZ

Pressestimmen zum ersten Teil
EINSATZ - Ihr seid im toten Winkel

Schon wieder liefert die Theatergruppe aufBruch in der JVA Tegel eine hervorragende Produktion ab ... es ist gelungen, den zwei Dutzend Strafgefangenen, sowohl den Rhythmus der Kolttèsschen Sprache nahe zu bringen als auch die verschlüsselte Gewalttätigkeit des Themas herauszuarbeiten, dabei an Klarheit nicht zu verlieren und schließlich sogar zartes Seelengeflecht zu zeigen.
 
Der Kulturraum der JVA ist in eine Arena umgebaut. An zwei diagonalen Ecken sind aus Munitionskisten kleine Lager aufgebaut und mit "Kunde" und "Dealer" bezeichnet ...
Es stehen sich zwei Rotten gegenüber. Sie belauern sich ... beide haben nichts gemein als die Verachtung füreinander. Konzentriert, diszipliniert fügen sich die Schauspiellaien zu den beiden Chören. Eine konsequente und formal strenge Arbeit ...
(Neues Deutschland)

Kunde und Dealer begegnen sich als Chöre, die zwei Individuen darstellen, eine unerlaubte geschäftliche Transaktion vollziehend. Der Chor fungiert hier ganz klassisch als Sprachrohr des Gewissens, als Stimme der Götter. Einzelne Chormitglieder brechen aus dem Kollektiv aus und lassen Gegensätze und Widersprüche im Innenleben der interagierenden Verhandlungspartner erkennbar werden.
(Junge Welt)

Die inszenierten Fragmente aus "In der Einsamkeit der Baumwollfelder" spielen klug mit dem Spannungsfeld zwischen Drinnen und Draußen, zwischen Insassen und Publikum. Zwei Männergruppen stehen sich da auf der Bühne feindselig gegenüber, aber man merkt schnell, dass die Fronten eigentlich ganz woanders verlaufen. "Sie werden bezahlen müssen, damit niemand niemandem etwas schuldet." AufBruch, das Gefangenenensemble in der JVA Tegel, setzt nicht auf Betroffenheitskitsch.
(Tagesspiegel)