Als einen Waschgang für das Bewusstsein bilanziert das Gefangenen-Theaterstück "Der verborgene Raum/Transfer Tegel" die Zeit in der Haftanstalt ... Auf diese Innenwelt lassen Brus und Syrbe die Zuschauer durch ein Brennglas schauen. Und Brennstoff gibt es genug: Einsamkeit, Tod und immer wieder unerfüllte Sehnsucht.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Wo Gedanken zum Nicht-Sein bestimmt sind, da gehört dir nur noch dein Schatten. Eindrucksvoll machte die Theatergruppe aufBruch deutlich, dass sich in der Dunkelheit einer Justizvollzugsanstalt auch der Besitz des Schattens erübrigt. Was bleibt, wenn der Name zur Nummer wurde ist das Herz ... Wer die Intensität erleben durfte, mit der die Künstler ein Minimum an Mitteln zu einem Höchstmaß an Ausdruckskraft formten, war nachhaltig beeindruckt.
(Gefangenenzeitschrift der lichtblick)
Das Spiel der 18 Gefangenen ist äußerst konzentriert und wirkt unheimlich präzise. Die Spieler treten als chorische Gruppe auf, die sich immer wieder neu formiert. Dabei kommt es zu Ein- und Ausschlüssen, zu Anklagen, zu Versammlungen, nicht zur Revolte. ... Ein sprunghaft geometrisches Traumbild ... Die Aufführung schreitet wie ein kollektiver Wachtraum vorüber, sie ist ein pieksendes Schlupfloch zwischen drinnen und Draußen. Es wird Realität geschaffen ... Unter dem strengen Gebilde werden die inneren Explosionen spürbar.
(die tageszeitung)