Kooperationsprojekte

IN n OUT

Januar bis März 2027

 

Gemeinsames Theater in Haftanstalten und neue kreative Erzählformen, um Brücken zwischen Insassen und Gesellschaft zu schlagen

IN n OUT ist ein europäisches Kooperationsprojekt mit Partnern aus Deutschland, Italien und Griechenland. Gemeinsam widmen sich die Partner dem Stück „Macbeth“ und entwickeln Inszenierungen und Stückadaptionen mit Insassen in drei verschiedenen Gefängnissen. Im Zeitraum von Januar bis März 2027 werden die öffentlichen Aufführungen stattfinden. Das Besondere an diesem Projekt ist die kollaborative Synergie zwischen den Partnern: Während eine Aufführung live stattfindet, steuern die Partner aufgezeichnete Video-Elemente bei, wodurch ein einzigartiges dreiteiliges Erlebnis entsteht. Das Publikum erlebt eine umfassende Inszenierung von „Macbeth“, dargestellt aus der Perspektive von Macbeth, Lady Macbeth und ihren Gegenspielern, die zu einer Gesamtperformance verschmelzen. Die Kombination aus Live-Auftritt und Leinwandprojektionen verstärkt die Wirkung des Werkes und vermittelt dem Publikum ein vielschichtiges Narrativ, welches aus der transnationalen Zusammenarbeit von Gefangenen und Künstlern entstanden ist.

Das Projekt begegnet sozialen Ungleichheiten, Ausgrenzung und Herausforderungen, denen sich Menschen in europäischen Gefängnissen gegenübersehen. Inhaftierte sind mit vielfältigen Problemen konfrontiert, die ihre Chancen auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft erheblich beeinträchtigen. Das Projekt verfolgt einen innovativen Ansatz künstlerischer Arbeit im Gefängnis. Die Inhaftierten tragen aktiv zur Entwicklung eines Theaterstücks bei. Die verschiedenen Phasen des transnationalen Theaterprozesses – von Workshops und Einblicken hinter die Kulissen bis hin zu Interviews mit Inhaftierten und Künstlern – werden in einer künstlerischen Webdokumentation festgehalten. Diese dokumentiert den transformativen Weg der Inhaftierten im Laufe des Projektes. Der Dokumentarfilm wird anschließend im Rahmen von Veranstaltungen gezeigt, die als Plattformen für die öffentliche Auseinandersetzung und Diskussion über die Rehabilitationswirkung von Kunst im Kontext der Inhaftierung dienen sollen.

Die Durchführung von Theaterworkshops in drei Gefängnissen in Italien, Deutschland und Griechenland fördern den kulturellen Austausch und das gegenseitige Verständnis. Durch die Schaffung von Möglichkeiten zur Selbstentfaltung, künstlerischen Weiterentwicklung und aktiven Teilnahme an kulturellen Aktivitäten trägt das Projekt zur gesellschaftlichen Resilienz, zur psychischen Gesundheit und zur allgemeinen sozialen Inklusion bei. Das Projekt bietet Häftlingen eine einzigartige Möglichkeit zum Zugang zu Kultur. Theaterworkshops ermöglichen, Kunst und Kreativität zu entdecken und aktiv daran teilzuhaben.

Die Webdokumentation macht diesen Bereich der Kunst und Kultur für ein breites Publikum zugänglicher und erfahrbarer und fördert die inklusive Teilhabe an kulturellen Aktivitäten, überwindet Barrieren und trägt zu einem umfassenderen Verständnis des Gefängnisumfelds bei.

https://www.inoutproject.com/

 

Kooperationspartner:

aufBruch – JVA Plötzensee, Berlin - Deutschland

Media Mediterranea – Frauengefängnis Neapel - Italien

APICCO- Domokos Gefängnis - Griechenland

 

 

 

Co-funded by the European Comission (Projekt: FÖRDERVEREINBARUNG Nr. 101255085) Gefördert von der Europäischen Union.

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