Kooperationsprojekte

UNLOCKED II

 

 

Es ist eine Weiterführung der über Cultural Bridge 2024 entstandenen Partnerschaft von Geese-Theatre Birmingham und aufBruch Berlin geplant. Beide Projekte arbeiten mit Theater-Methoden im Gefängnisbereich und mit marginalisierten Gruppen.

 

Die Ergebnisse der ersten Zusammenarbeit waren für beide Partner sehr interessant und bereichernd. Eine Einbindung der Methoden der Partner in die jeweils anderen Arbeitskonzepte erscheint als eine Erweiterung und Verbesserung der Ansätze. Es ist für beide Partner sinnvoll, Elemente der Methoden der Partnerorganisation in die eigene Arbeit zu integrieren, um damit möglichst viele Inhaftierte zu erreichen und in künstlerische Projekte einzubinden und damit deren Kompetenzen und Skills zu verbessern.

 

Beim Austausch der Partner hat sich gezeigt, dass beide Partner mit derselben Intention an den Projekten arbeiten und gleiche Ziele verfolgen. Die Methoden sind bei beiden sehr professionell, aber unterschiedlich. Daher nun die Idee, die unterschiedlichen Ansätze und Methoden zu verknüpfen, um damit noch weitere Synergieeffekte zu erzielen und die Methoden auszuweiten, den künstlerischen Fokus zu vergrößern.

 

Die Methode der Arbeit mit Masken (Geese-Theatre) möchten wir direkt in eine Theater-Inszenierung von aufBruch in Berlin einbinden. 2 Mitarbeiter von Geese sollen direkt in den Probenbetrieb von aufBruch eingreifen und einige Szenen der Gesamtinszenierung mit der Methode des Maskenspiels/Maskentheaters zu erarbeiten. Dazu leiten die Geese-Mitarbeiter die  speziellen Proben des aufBruch-Ensembles in einem Gefängnis in Berlin in Kooperation mit dem aufBruch Team. Die Arbeit ist in zwei Blocks geplant. Der erste Block umfasst 3 bis 4 Proben zu einem relativ frühen Zeitpunkt in der Probenphase. Danach werden die Elemente vom aufBruch-Team weiter geprobt. Der zweite Block umfasst 2 bis 3 Proben in der Endphase der Proben kurz vor der Premiere um die Szenen endgültig in die Inszenierung einzubinden. Danach werden 10 öffentliche Vorstellungen der Inszenierung im Gefängnis  gezeigt. Ca. 10 Inhaftierte werden als Spieler in der Inszenierung mitarbeiten. Die Auswahl, welches Stück gespielt wird, welche Szenen davon mit Masken gespielt werden, erfolgt gemeinsam in gegenseitiger Abstimmung. Dazu sind eine Reihe von Zoom-Meeting als Vorbereitungstreffen geplant.

 

In Birmingham:

In Birmingham wird ein Workshop in einem Gefängnis anvisiert, der von 2 bis 3 aufBruch-Mitarbeitern in Kooperation mit 2 Geese-Künstlern durchgeführt wird. aufBruch verwendet dazu Text-Material aus Becketts „Warten auf Godot“ und erarbeitet Spiel- und Chor-Sequenzen dazu, die exemplarisch für den Arbeitsansatz von aufBruch stehen. An dem Workshop sollen ca. 10 Insassen teilnehmen, er ist im HMP-Oakwood-Gefängnis geplant und soll 5 bis 6 Tage dauern. Zum Abschluss findet eine Präsentation  der erarbeiteten Elemente für andere Insassen, Mitarbeiter des Gefängnisses und andere Partner statt.

 

So werden auf beiden Seiten neue Arbeits-Methoden (Masken-Einsatz, Maskenspiel / Arbeit mit literarischen Texten, Chor-Elemente) implementiert, die Kenntnis der Arbeitsansätze vertieft und die künstlerischen Methoden bereichert und erweitert.

 

Je nach Möglichkeiten soll auch versucht werden, die Dokumentation der Arbeiten zu verbessern und den Prozess auch fotographisch zu begleiten, um die Ergebnisse auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

 

Zeitplan:

April 2025: konkrete Abstimmung über Zeitplan, über die künstlerischen Themen

Monatliche Zoom-Meetings um den Ablauf zu begleiten und abzustimmen

Workshop Birmingham Oktober 2026 /

Erster Workshop in Berlin Nov 2025

Zweiter Workshop Berlin Januar 2026 / Präsentationen, öffentliche Vorstellungen

 

 

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